TISS

Technische Informatik Schule Schweiz

Eine Initiative der Gesellschaft zur Förderung der Software Technologie

Businessplan TISS

Ziel und Zweck

Die Technische Informatik Schule Schweiz versteht sich als Drehscheibe für Firmen-, Branchen- und Projektorientierte Ausbildungskurse

mit dem Ziel die aktuellen Erkenntnisse in der Entwicklung von Software für Steuerungen im Bereich Maschinen- und Anlagenbau bedarfsnah umzusetzen. Sie stützt sich dabei auf das in der Schweiz vorhandene Angebot an Know-how und Wissen bei Fachhochschulen, Hochschulen und privaten (auch internationalen) Schulungsinstituten und Anbietern. Nicht zuletzt soll auch den professionellen Ausbildungskräften eine Gelegenheit geboten werden, den Puls der Industrie näher zu fühlen.
Die Aktivitäten der TISS beschränken sich auf die möglichst angebotsneutrale Beratung, Vermittlung und gegebenenfalls auch Koordination von Industriekursen im Fachbereich der technischen Informatik.

 

Brückenschlag für die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Ausbildung

Zertifizierungsdruck und Konformitätszwang zu Normen und Vorgaben übergeordneter Institutionen erlauben es öffentlichen wie privaten Schulen nur thematisiert und schwerpunktmässig, dem Wandel in den Technologien zu folgen. Der gleiche Wandel erschwert aber auch den Entwicklungs- und Projektteams allein schon in den Kerntechnologien, bei Innovationsprojekten moderne Entwicklungsmethoden und -techniken ohne Gefährdung der Produktivität konzeptionell zu assimilieren. Dabei wächst nach unseren Beobachtungen gerade bei lateralen Technologien (?Werkzeugtechnologien") - wie die technische Informatik - eine Kluft zwischen den Verhältnissen, die der Mitarbeiter bei Kursbesuchen doziert erhält, und jenen, die er am Arbeitsplatz vorfindet. Demotivation, Königreichbildung und damit verbunden: verminderte Flexibilität bei der Offertstellung bis hin zu nicht eingehaltenen Vorgaben (Termine!) sind die Folge. 

Der Entwicklungsleiter einer grossen schweizerischen Firma beschrieb kürzlich seine Sicht auf das Dilemma etwas markig mit: ?Es vergeht allein schon zu viel Zeit, bis wir einen geeigneten Ingenieur gefunden haben, der bereit ist, bei uns zu arbeiten. Und wenn wir ihn dann einstellen, vergeht zuviel Zeit bis wir ihn endlich produktiv einsetzen können. Es kommt vor, dass das Projekt, für dessen Entwicklung wir die Stelle ausgeschrieben haben, dann bereits beim Kunden im Betrieb ist". Auf der anderen Seite klagen unsere Hochschulen über die fehlende Bereitschaft der Industrie zur Zusammenarbeit: ?Mit den heute üblichen Verkürzungen des zeitlichen Investitionshorizonts in den Entwicklungsabteilungen, wird es immer schwieriger, eine Firma zur Zusammenarbeit im Rahmen einer (mehrjährigen) Dissertation oder Diplomarbeit zu gewinnen. Bei Entwicklungsprojekten unserer Industrie wird immer häufiger nur noch in Monaten und Wochen gerechnet. Darunter leiden aber nicht nicht nur unsere Industriekontakte, die bisher wohl am wirkungsvollsten über das Instrument der Doktor- und Diplomarbeiten gewährleistet wurden, sondern nicht zuletzt auch die Qualität und die Nachhaltigkeit der Produkte".

 

Unsere Erfahrungen: eine Win-Win-Situation

In Zusammenarbeit mit einem weltweit aktiven Konzern hat die GST das Konzept hausinterner bzw. -naher Industriekurse mit gutem Erfolg überprüfen können.

Das Ausbildungsprojekt umfasste die Zusammenarbeit einer Fachhochschule mit einem privaten Anbieter und zielte zunächst auf die konsistente Anwendung und Umsetzung modernster objektorientierter Entwicklungsmethoden und -konzepte bei der Herstellung einer Basis-Software mittels eines neu einzuführenden Software-Werkzeugs. In einem zweiten Schritt wurden dann auch jene Entwickler weitergebildet, die kundenspezifische Applikationen bzw. Projekte (Kundenaufträge) auf der Grundlage dieser firmenspezifischen Systemsoftware herstellen.

Als wichtigste Resultate dieser Schulung stellten sich heraus,

  • dass der gebotene Stoff im Team rasch umgesetzt und angewendt werden konnte
  • dass die Kurse unter den Mitarbeitern sehr beliebt waren (der Teilnehmerkreis seitens der Firma musste beschränkt werden!)
  • dass die Kommunikation innerhalb des Teams von der Konsistenz der gleichzeitig und gemeinsam erlernten Semantik aufgewertet wurde (Feedback Kursbesucher)

Auch die Ausbildner zeigten sich vom Impuls einer 'homogenen' Zuhörerschaft postiv überrascht. Die Beschränkung auf einen den Zuhörern bekannten (homogenen) Applikationshintergrund förderte die Effizienz der Diskussionen massiv und bildete zugleich eine sehr willkommene Erweiterung des Erfahrungshorizonts für den Ausbildner.

 

Kontakte

Arbeitsgruppe TISS der GST

Hans v. Mandach
Arbeitsgruppe TISS der GST
Zollikerstr. 44, 8008 Zürich
hvmandach(at)mdis.ch

und

Max Kleiner
Arbeitsgruppe TISS der GST
Kasernenstr. 41, 3013 Bern
max(at)kleiner.com

 

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  Letzte Änderung: 25.08.2008
GST - Sekretariat:
Tel: 032 672 49 15, Fax: 032 672 03 26, Mail: sekretariat(at)gst.ch